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Tiergarten Velen
Früher war der Velener Tiergarten herrschaftliches Jagdgebiet, heute ist er ein beliebtes Ziel für Erholungssuchende. Im Jahr 2006 erwachte das 55 Hektar große Gelände endgültig aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf. Die Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken rekonstruierte basierend auf einem Konzept des Westfälischen Amtes für Landschafts- und Baukultur gemeinsam mit der Gemeinde Velen und dem Kreis Borken in einem bemerkenswerten Projekt den Tiergarten am Wasserschloss Velen in seinen ursprünglichen Strukturen. Diese stammen aus dem 17. Jahrhundert, als Freiherr Alexander II. von Velen den Park im Stil des Barock anlegen ließ. Die Pläne lieferte der berühmte münsterische Baumeister Johann Conrad Schlaun.
Die Nachfolger von Freiherr Alexander II. erweiterten den Park Zug um Zug. Nach dem Tod des kinderlosen Maximilian Franz von Landsberg-Velen im Jahr 1902, dessen Bruder das Schloss nicht nutzte, verwilderte das Anwesen. Als 1987/88 das Schloss Velen, auch als "Märchenschloss im Münsterland" bezeichnet, zum Hotel umgebaut wurde, blühte auch der Tiergarten wieder etwas auf.
Seine alte Pracht mit barocker Hauptachse, sechsarmigem Jagdstern und Fasanerie erlangte der Tiergarten aber erst wieder, nachdem der jetzige Eigentümer Dietrich Reichsfreiherr von Landsberg -Velen eine Diplomarbeit mit dem Titel "Rahmenkonzeption des Wasserschloss Velen und seine Anlagen" unterstützte und die Gemeinde Velen, den Kreis Borken und die Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken mit ins Boot holte. Heute ist der Tiergarten nicht nur Ziel von Spaziergängern. Einmal im Jahr beim Tiergartenlauf geht es etwas rasanter zu, und im Hochseilgarten suchen Gruppen, wie Firmen und Verein, neben Nervenkitzel auch ein neues Teamgefühl.
Gemeinde Velen
Stiftung Kulturlandschaft Kreis Borken: Projekt "Tiergarten Velen"
