Schlösser & Burgen

Mehr als 3000 Wasserburgen und Adelssitze soll es einst in Westfalen gegeben haben. Heute noch künden über 100 Schlösser, Burgen und Herrensitze im Münsterland von den hochherrschaftlichen Zeiten. Schon der bloße Anblick der zahlreichen Wasserschlösser lässt Romantiker dahinschmelzen und bei den Burganlagen kommen auch Historienfans ins Schwärmen.

Dabei reicht die Spannweite von prächtigen Wasserschlössern, wie Schloss Ahaus, über altehrwürdige Adelssitze und Herrenhäuser, wie Haus Egelborg in Legden, bis zu Burganlagen, wie in Gemen oder Nienborg. Einige Anlagen lassen sich bei einem Spaziergang durch die oftmals prächtigen Parkanlagen von außen bewundern, andere laden auch zu einem Besuch im Inneren ein.

So können Interessierte im Torhausmuseum von Schloss Ahaus in wechselnde Ausstellungen archäologische Überreste aus der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Vergangenheit entdecken. Im Schulmuseum - ebenfalls im Schatten dieses Schlosses gelegen - lässt sich nachvollziehen, wie der Schultag vor 50 oder 100 Jahren aussah. Die Wasserburg Anholt bei Isselburg beeindruckt mit Museum, alter Bibliothek, Waffenkammer und dem einzigen Rembrandt Westfahlens. Im SportSchloss Velen können Gäste entspannen und sich dabei sportlich vom Alltag erholen. Und auf der Jugendburg Gemen haben Teenager und Twens das Sagen: Dort unterhält das Bistum Münster bereits seit 1946 eine Jugendbildungsstätte.

Das Schloss Raesfeld bietet der Akademie des Handwerks als zentrale Weiterbildungseinrichtung des Handwerks sowie den Restaurierungswerkstätten der "Fachschule für Baudenkmalpflege und Altbauerhaltung" ein optimales Obdach. Daneben hat Schloss Raesfeld eine stattliche Gräfte und den mit 52,5 Metern höchsten Turm aller Schlösser in Westfalen zu bieten.

Jeder, der tiefer in die Geschichte des Kreises Borken eintauchen möchte, sollte sich Zeit nehmen , die Schlösser, Burgen, und Herrenhäuser im Westmünsterland zu besuchen. Sie sind steinerne Zeitzeugen der Vergangenheit.